Sortierung schwarzer Kunststoffe für Recycling

Das Recycling von Kunststoffabfällen ist ein wesentlicher Schlüssel für eine ressourcensparende Produktion. Eine besondere Bedeutung kommt dabei Verfahren zu, die in der Lage sind, schwarze Kunststoffe sortenrein zu trennen.

Schwarze Kunststoffe können nach heutigem Stand der Technik nicht zufriedenstellend recycelt werden. Der zum Schwärzen eingesetzte Ruß im Kunststoff absorbiert sowohl im sichtbaren als auch im infraroten Wellenlängenbereich einen Großteil der elektromagnetischen Strahlung. In der Folge lassen sich schwarze Kunststoffe mit herkömmlicher Sensorik nicht unterscheiden und damit nicht sortenrein trennen. Dies beeinträchtigt nicht nur die Qualität aus Rezyklat hergestellter Produkte, sondern in der Folge auch den Wert pro Tonne Rezyklat. Für Unternehmen birgt die sortenreine Sortierung schwarzer Kunststoffe somit also weiteres Gewinnpotenzial.

Durch den Einsatz der Terahertz-Technologie wird dieses technische Problem überwunden. Das Absorptionsverhalten im Terahertz-Bereich erlaubt eine sortenreine Sortierung des Rezyklats, insbesondere gilt dies auch für schwarze Kunststoffe. Problematisch ist dabei der hohe Aufwand einer abbildenden vollspektroskopischen Terahertz-Sensorik, der bislang eine industrielle Anwendung verhindert.

Diese Herausforderungen sind das Fraunhofer FHR, das Fraunhofer IAIS und das Fraunhofer IOSB gemeinsam angegangen. Durch die Kombination einer Terahertz-Kamera mit optischer Sensorik ist es möglich eine vollständige Materialcharakterisierung mittels ausgewählter Frequenzbänder im niedrigen Terahertz-Bereich durchzuführen und die entstandenen Daten mithilfe neuer Analysealgorithmen auszuwerten. Dies erlaubt die Verwendung einer kostengünstigen und echtzeitfähigen Multisensor-Suite.

Unsere Lösung bietet Ihnen an:

  • Ein System, in dem Sensorik und Algorithmik integriert sind
  • Nachrüstbarkeit
  • Hohe Trenngüte
  • Anwendbarkeit auf Kunststoff-Flakes (insbesondere schwarze)
  • Kapazitäten von bis zu fünf Tonnen pro Stunde
  • Kostengünstige wirtschaftliche Umsetzung

Die hiermit erzielte sortenreine Trennung bei gleichzeitiger Wirtschaftlichkeit erlaubt das Recycling schwarzer Kunststoffe im industriellen Maßstab. Damit eröffnen sich den beteiligten Fraunhofer-Instituten und ihren Industriekunden neue Marktsegmente.

Gerne teilen wir Ihnen auf Anfrage mit, welche Stoffe unser System heute schon unterscheiden kann. Zur weiteren Optimierung unserer Datenbank freuen wir uns über die Zusendung von Materialproben.