Radare gibt es in allen Größen und verschiedenen Bauformen. TIRA ist eines der größten Weltraumbeobachtungsradare mit Parabol-Spiegel weltweit.
© Fraunhofer FHR
Radare gibt es in allen Größen und verschiedenen Bauformen. TIRA ist eines der größten Weltraumbeobachtungsradare mit Parabol-Spiegel weltweit.

Was ist Radar?

Mit Radiowellen sehen

Ein Radargerät ist ein Gerät, das elektromagnetische Wellen gebündelt als sogenanntes Primärsignal aussendet. Anschließend empfängt es die von Objekten reflektierten »Echos« als Sekundärsignal und wertet sie nach verschiedenen Kriterien aus. Der Begriff »Radar« ist eigentlich eine Abkürzung für Radio Detection and Ranging (frei übersetzt: »Funkortung und -abstandsmessung«) und hat hierzulande den Ausdruck »Funkmess« abgelöst.

Aus den Echos können beispielsweise folgende Informationen gewonnen werden:

  • der Winkel bzw. die Richtung zum Objekt
  • die Entfernung zum Objekt (ergibt sich aus der Zeitverschiebung zwischen Senden und Empfangen des Signals)
  • die Relativbewegung zwischen Sender und Objekt – sie kann durch den Doppler-Effekt aus der Verschiebung der Frequenz des reflektierten Signals berechnet werden
  • das Aneinanderreihen einzelner Messungen (Pulsen) liefert die Wegstrecke und die Absolutgeschwindigkeit des Objektes
  • bei guter Auflösung des Radars können Konturen des Objektes erkannt werden (z. B. der Flugzeugtyp) oder sogar Bilder gewonnen werden (Erd- und Planetenerkundung).